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DAKfCBNF-Herbsttagung am 11.10. in Dahlen (Rückblick)

Am 11. Oktober 2003 fand in Dahlen (Sachsen) die Herbsttagung des Deutschen Arbeitskreises für CB- und Notfunk (DAKfCBNF) statt.

An der Tagung nahmen 22 Delegierte aus sieben Mitgliedsvereinigungen teil. Als Gäste waren der Bürgermeister der Stadt Dahlen, Johannes Rudolph, sowie der stellvertretende Landrat Thilo Wolff erschienen.

Der Vorsitzende des DAKfCBNF, Michael Lennarz, war wegen Krankheit verhindert. Aus diesem Grunde leitete der stellvertretende Vorsitzende Alfred Brandt mit Unterstützung von Franz Ahne die Tagung.

Vertreter der Deutschen Funk-Allianz (DFA) waren nicht anwesend. Die DFA hatte auf ihrer Herbsttagung am 27.09.2003 in Lüdenscheid beschlossen, keine Vorstandsmitglieder zu der DAKfCBNF-Tagung zu entsenden (wir berichteten).

Die Elbe-Weser-Runde stellte den Antrag, eine "Arbeitsgruppe Kilometerfunksignalfahrten" zu gründen. Diese soll möglichst einheitliche Regeln für Funksignalfahrten erarbeiten. Die Delegierten beschlossen einstimmig, dass eine solche Gruppe in eigener Regie die Arbeit aufnehmen und zur nächsten Tagung einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten soll.

Alfred Brandt verlas einen Auszug aus dem Vereinsregister des Amtsgerichts Bonn vom 19.05.2003. Aus diesem geht hervor, dass der Verein "INDIA FOX INTERNATIONAL FREIEN DX und unabhängige Benutzer e.V."..."wegen Wegfalls sämtlicher Mitglieder erloschen" ist.

Zum Kassenbericht des DAKfCBNF erklärte Franz Ahne, dass eine "geringe Chance" bestehe, ca. 2500 Euro Umsatzsteuer vom Finanzamt rückerstattet zu bekommen. Die Delegierten vertraten einstimmig die Meinung, dass dies versucht werden solle.

Die Höhe der Umlage für das Jahr 2004 bleibt unverändert bei 25 Euro pro Delegiertem. Fälligkeitstermin für die Zahlung der Umlage ist der 31. Januar 2004.

Einige Veränderungen gab es bei der Zuordnung der Regierungsbezirke: Der AK CB-Funk Hessen beabsichtigt, die Regierungsbezirke Oberbayern, Oberpfalz und Schwaben zum Jahresende an den DAKfCBNF zurückzugeben. Die AFD will die Regierungsbezirke Magdeburg und Halle zugunsten des neugegründeten AK Sachsen-Anhalt abgeben.

Der Delegierte Hermann Oechsner (AK CB-Funk Freistaat Thüringen) übte scharfe Kritik am DAKfCBNF-Vorstand. Er beklagte mangelnde Unterstützung durch den Vorstand, zum Beispiel bei der Information über die neue CB-Funk-Allgemeinzuteilung. Oechsner regte die Gründung einer Arbeitsgruppe an, die ein Konzept für die weitere Tätigkeit des DAKfCBNF erarbeiten soll. Die Interessengemeinschaft der Funkfreunde Sachsen (IGDFS) bemängelte u.a. die fehlende Aktualität der DAKfCBNF-Homepage.

Franz Ahne merkte dazu an, dass er eine "Verjüngung" des DAKfCBNF-Vorstands ("in der Zahl und im Alter") für sinnvoll halte. Zur Homepage des DAKfCBNF erklärte Ahne, dass er selbst am 11. September den Text der neuen CB-Funk-Allgemeinzuteilung dort eingespielt habe. (Anm. d. Red.: Gemeint ist wahrscheinlich der geschlossene Mitgliederbereich "DAK intern".)

Zur neuen CB-Funk-Allgemeinzuteilung teilte Franz Ahne mit, dass bereits eine Novellierung dieser Allgemeinzuteilung in Arbeit sei. Die Mitgliedsverbände des DAKfCBNF sollten unbedingt Vorschläge und Anregungen dazu an Ahne weiterleiten, damit diese möglicherweise noch in die novellierte Allgemeinzuteilung einfließen können.

Im Rahmen der allgemeinen Aussprache verlas Heinz Schmitz (AFD) einen Auszug aus einem Bericht des FUNKMAGAZINS über das Treffen auf der Burg Feuerstein. Dort hatte Franz Ahne als Grundlage für eine mögliche Zusammenarbeit von DAKfCBNF und DFA einen "Gesellschaftsvertrag" gemäß 705 ff BGB vorgeschlagen. Ahne erläuterte dazu, dass bei einem Gesellschaftsvertrag alle Partner gleichberechtigt seien. Jeder Gesellschafter würde jedoch unter bestimmten Voraussetzungen mit seinem Privatvermögen haften. Deshalb müsse man sich seine Partner vorher genau anschauen - auch was die finanzielle Situation angeht.

Das bisherige Verhalten der DFA im Hinblick auf eine Zusammenarbeit bewertete Ahne - so seine rein persönliche Meinung - als "Scheingefechte". Ahne weiter: "Immer wenn es 'Butter bei die Fische' geben sollte, erfolgte der Rückzug". Die DFA stehe, was die Organisationsform angeht, auf dem gleichen Level wie die Mitgliedsvereinigungen des DAKfCBNF. Dies aber akzeptiere die DFA nicht, und das sei seiner Meinung nach auch der Hintergrund dafür, dass die DFA den Besuch der DAKfCBNF-Tagung abgesagt habe. Ahne: "Sie würden dann nämlich auf gleichem Level mit den anderen sitzen, und das wollen sie nicht. Wenn wir sagen, sie sitzen da vorne (am Vorstandstisch -Red.), dann wären sie gekommen."

Zu dem Beschluß der DFA, die Bemühungen um Zusammenarbeit mit dem DAKfCBNF ruhen zu lassen, bis der DAKfCBNF-Vorsitzende auf die DFA zugeht, erklärte Franz Ahne, er könne sich nicht erinnern, dass jemals der DAKfCBNF von sich aus auf eine Arbeitsgemeinschaft zugegangen sei. Die seien "in der Regel immer von selbst gekommen". Es sei nicht Politik des DAKfCBNF, auf "Mitgliederwerbung" zu gehen.

Was Äußerungen der DFA angeht, so solle sich der DAKfCBNF "heraushalten". Es habe "keinen Sinn, bei anderen Vereinen reinzureden", diese seien gemäß deutschem Vereinsrecht selbständig.

Am Vormittag tagten am selben Ort die Arbeitsgruppe Datenübertragung (AGDÜ) und die Arbeitsgruppe Funkhilfe (AGFuHi).

Die Mitglieder der AGDÜ diskutierten insbesondere die Datenfunk-Bestimmungen der neuen CB-Funk-Allgemeinzuteilung. Sie kamen zu der Auffassung, dass Datenfunk-Übertragungen in der Modulationsart SSB auf den Kanälen 6 und 7 zulässig seien. Das Amt des AGDÜ-Schriftführers übernahm kommissarisch Petra Grewel. Der bisherige Schriftführer, Henning Gajek, hatte sein Amt zum 11.10.2003 niedergelegt.

Die AGFuHi war nur beschränkt arbeitsfähig, weil einer der Initiatoren, Edgar Oestreich, an der Tagung nicht teilnehmen konnte. Man beschloss, die Arbeit an einer eigenen Homepage voranzutreiben.

Im Anschluß an die Tagung wurde im Rahmen einer Vorstandssitzung beschlossen, den "Arbeitskreis CB-Funk Sachsen-Anhalt" (AKCB-S/A) mit Wirkung zum 01.01.2004 in den DAKfCBNF aufzunehmen. Der AKCB-S/A wurde am 6. September in Dessau gegründet. Vorsitzender ist Ewald Mente ("Looser") aus Elbingerode.

Die nächste Tagung des DAKfCBNF wird am 27. März 2004 in Bad Frankenhausen (Thüringen) im Hotel "Thüringer Hof" stattfinden. Ausrichter wird der AK CB-Funk Freistaat Thüringen sein.

- wolf -

Siehe dazu auch unseren Beitrag "Michael Lennarz zurückgetreten..."

 

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