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DAKfCBNF-Tagung Güstrow: Die wichtigsten Ergebnisse

Am 30. April 2000 fand in Güstrow (Mecklenburg-Vorpommern) eine Arbeitstagung des Deutschen Arbeitskreises für CB- und Notfunk (DAKfCBNF) statt. Hier die wichtigsten Ergebnisse der Tagung im Telegrammstil:

Anwesend waren 32 Delegierte der Mitgliedsverbände AFD, AK CB-Funk Hessen, ARGE CB-Funk Sachsen, ARGE CB-Funk Südwest, ARGE Nordrhein-Westfalen, ARGE CB-Funk Südwest sowie des Arbeitskreises CB-Funk Freistaat Thüringen. Letzterer wurde als neues Mitglied aufgenommen. Andere Verbände waren durch Bevollmächtigte vertreten.

Einstimmig angenommen wurde ein Antrag der ARGE CB-Funk Südwest. Darin wird gefordert, dass sich der DAKfCBNF für eine sofortige Aufhebung der Frequenzzuteilungen für "Eurobalise" (Eisenbahn-Datenfunk u.a. im CB-Bereich) einsetzen möge (wir berichteten).

Der Kassenbericht für das Jahr 1999 zeigt ein unausgeglichenes Bild: Die Einnahmen betrugen rd. 8900 DM. Dem stehen Ausgaben in Höhe von rd. 19100 DM entgegen. Die Kassenprüfer befanden, dass die Kassenführung einwandfrei sei. Sie empfahlen jedoch Einsparungen. So wurde unter anderem angeregt, die ETSI-Mitgliedschaft des DAKfCBNF auf einen "Beobachter-Status" (mit vermeintlich geringeren Mitgliedsbeiträgen) zu reduzieren. Ein Großteil des Defizits konnte durch einen günstigen Aktienverkauf ausgeglichen werden, bei dem ein Gewinn von mehr als 7000 DM erzielt wurde. Der Vorsitzende erwähnte in diesem Zusammenhang, dass der Kassenstand am 26.04. dieses Jahres 29464 DM betrug.

Der Beschluss von Chorin, der u.a. eine Umsetzung des "Konzepts Packet Radio 2000" vorsah, wurde von den Delegierten mit 30Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen zurückgenommen. Der Vorsitzende des DAKfCBNF, Michael Lennarz, sah in dem Umstand, dass das "Konzept Packet Radio 2000" von der AGDÜ nicht umgesetzt wurde, keinen Satzungsverstoß. Der Beschluss von Chorin habe genug "Spielraum" geboten, der es der AGDÜ erlaubte, auch eigene Vorstellungen zu verwirklichen. Die AGDÜ sei frei in ihren Handlungen und nur der Mitgliederversammlung verantwortlich.

Zur Zusammensetzung der AGDÜ wurde folgender Text festgelegt: "Die Mitarbeiter der AGDÜ setzen sich aus den Delegierten der Packet-Radio-Arbeitskreise der DAKfCBNF-Mitgliedsverbände und auf Wunsch aus Delegierten von freien Packet-Radio-Verbänden zusammen." Diese Definition wurde von den Delegierten mit 23 Ja-Stimmen und neun Enthaltungen angenommen.

Die Sysop-Richtlinie soll von der AGDÜ überarbeitet werden. Außerdem wurde angedacht, überregionale Sysoptreffen zu veranstalten. Ein erstes solches Treffen soll im Rahmen der Hobbyfunkmesse "Rheintal Electronica" am 4. November 2000 in Durmersheim stattfinden.

Michael Lennarz berichtete, dass drei Mitgliedsverbände im vergangenen Jahr die Umlage nicht fristgemäß gezahlt haben. Nach Mahnung hätten zwei Verbände gezahlt, ein Verband - der DCBD - habe nicht gezahlt. Damit sei die Mitgliedschaft des DCBD im DAKfCBNF erloschen. (Anmerkung der Redaktion: Der DCBD vertritt dazu eine andere Rechtsauffassung.)

Der Vorstand des DAKfCBNF wird ein Formular für "Störmeldungen" erarbeiten. In dieses Formular sollen CB-Funker Störungen eintragen, die nicht auf natürlichen Ursachen (Überreichweiten, atmosphärische Störungen etc.) beruhen. Der DAKfCBNF will diese Formulare gesammelt der Regulierungsbehörde vorlegen und damit den Anspruch auf störungsfreie CB-Funk-Frequenzen untermauern.

Als Vertreter der "CB-Industrie" war Wolfgang Schnorrenberg (Albrecht Electronic) auf der DAKfCBNF-Tagung anwesend. Er berichtete, dass der Absatz von CB-Geräten zurückgegangen sei, sich aber "auf kleinem Level" stabil eingependelt habe. Wolfgang Schnorrenberg ging auch auf die neuen europaweit einheitlichen Zulassungsbestimmungen für Funkgeräte ein (wir berichteten). Neben einer komplizierteren Handhabung für die CB-Funk-Industrie ergeben sich aus diesen neuen Bestimmungen auch Unsicherheiten für die CB-Funker. Künftig wird es an neu zugelassenen CB-Funkgeräten keine Kennzeichnungen mehr geben, aus denen hervorgeht, in welchem Land das Gerät betrieben werden darf. Solche Hinweise werden künftig nur noch auf der Verpackung und in der Bedienungsanleitung zu finden sein.

Exklusiv für die Tagungsteilnehmer stellte Wolfgang Schnorrenberg eine neue Software vor, die es (mit Hilfe eines Spezialinterfaces) erlaubt, ein CB-Funkgerät vom Computer aus fernzusteuern und darüber hinaus zahlreiche Sonderfunktionen bietet. (sie dazu unsere Beitrag "CB-Funkgeräte-Steuerung per Computer").

Die nächste Arbeitstagung des DAKfCBNF im Herbst wird voraussichtlich vom AK CB-Funk Hessen ausgerichtet. Der genaue Termin steht noch nicht fest.

Besonders bemerkenswert an der Güstrow-Tagung war die hervorragende Organisation durch den gastgebenden Verein "Funkclub Concordia".

- wolf -

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